Familie - Fit für die Zukunft.

Die Situation der Österreichischen Familien heute

Trotz aller Familienleistungen sind Familien, besondere kinderreiche Familien, immer noch massiv benachteiligt. Kaum eine mittelständische Familie kann sich heute 3 oder mehr Kinder leisten, ohne in ihrem Lebensstandard drastisch abzustürzen. Nach der neuesten EU-Sozialstatistik von 1013 bedeuten in Österreich heute 3 Kinder im Durchschnitt einen Einkommensverlust von mehr als30%. Mehr als 25% der Familien mit drei oder mehr Kindern sind armutsgefährdet.

 

Die Geburtenrate der Österreicherinnen liegt seit mehr als 20 Jahren bei ca. 1.3 Kindern pro Frau. Dies bedeutet, dass jede Generation nur noch zu 62% durch die Nachfolgende ersetzt wird. Die Zahl der Kinder deutscher Muttersprache hat von ca. 130.000 im Jahr 1965 auf ca. 52.000 abgenommen und wird im Jahr 2050 nur noch ca. 30.000 betragen, wenn sich an der heutigen Geburtenrate nichts ändert.     

 

 

Univ.Prof. Dr Herbert Vonach, stv. Obmann des Freiheitlichen Familienverbandes Österreichs

 

Unsere Vision  für die Zukunft

Unsere Forderung nacheinem gerechter Leistungsausgleich zwischen Mehrkindfamilien und Kinderlosen ist allgemein anerkannt. und durch Einführung einer Familienbesteuerung und eine besondere finanzielle Unterstützung der Familien mit drei und mehr Kindern weitgehend verwirklicht. Österreicherinnen und Österreicher können sich daher frei von finanziellen Zwängen für die von ihnen gewünschte Kinderzahl entscheiden, weil auch 3 oder 4 Kinder nicht mehr - wie heute -zu sozialem Abstieg führen.

 

Die österreichischen Eltern genießen weitestgehend Wahlfreiheit und können unabhängig von staatlicher Bevormundung frei wählen, wie sie Erwerbs- und Familienarbeit untereinander aufteilen, ab welchem Alter und in welchem Umfang sie außerfamiliäre Kinderbetreuung in Anspruch nehmen. Anstatt der heutigen einseitigen Bevorzugung des Modells der Vollzeiterwerbstätigkeit beider Elternteile und außerfamiliärer Kinderbetreuung schon im Babyalter wird für Kinder unter 3 Jahre die Kinderbetreuung in der eigenen Familie genauso finanziell unterstützt wie in Kinderkrippen. Eltern, die ihre Kinder während der ersten 3 Lebensjahre selbst aufziehen wollen, erhalten dafür ein ausreichendes Kinderbetreuungsgeld und die Möglichkeit auch nach einer längeren Kinderpause wieder in ihren Beruf zurückzukehren. Ein sehr großer Teil der österreichischen Mütter nutzt die Möglichkeit während der ersten Lebensjahre bei ihren Kindern bleiben zu können. Die Leistungen, die diese Familien für ihre Kinder und damit für die Zukunft Österreichs erbringen, werden allgemein anerkannt. Der Zeitpunkt einer Wiederaufnahme einer Berufstätigkeit wird nicht mehr durch finanzielle Zwänge oder Sorge um einen Arbeitsplatz bestimmt.

 

Die Entwicklung, auch im Bereich höher und hochqualifizierter Arbeitsplätze Teilzeitbeschäftigung zu ermöglichen, hat sich weiter fortgesetzt und so gibt es  Wahlfreiheit  auch bei der wichtigen Entscheidung über den Umfang der Erwerbstätigkeit nach dem Wiedereinstieg. Die unbefriedigende Alternative Vollzeitbeschäftigung oder Aufgabe der Berufstätigkeit gehört der Vergangenheit an.    Die allgemeine Einstellung zu kinderreichen Familien hat sich grundlegend gewandelt. Wie in Frankreichwird gewürdigt, dass nur durch diese Familien ein langfristiger Fortbestand des Volkes gesichert werden kann

 

 

 

Unter diesen Umständen entscheiden sich viel mehr  Eltern für 3 oder mehr Kinder. Die Geburtenrate der Österreichischen Kinder erreicht wieder einen Wert von annähernd 2 Kindern pro Frau. In ganz Österreich entsteht dadurch ein Klima der Zuversicht, das auch zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führt. Die mit der Erhöhung der Geburtenzahl verbundenen Kosten werden als wichtigste Zukunftsinvestition bereitwillig akzeptiert.

 

 

Univ.Prof. Dr Herbert Vonach, stv. Obmann des Freiheitlichen Familienverbandes Österreichs